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Wer aus der DDR in den Westen fliehen will, riskiert sein Leben, denn die Mauer ist von Soldaten bewacht. Durch den Bau der Mauer 1961 wurden einige Strassen zu Sackgassen und die dortigen Geschäfte gingen pleite. So auch in der Bernauer Straße in Westberlin.

Das wiederum nützte dem Schauspieler Wolfgang Fuchs bei seinem Plan. Er mietete eine leerstehende Bäckerei in der Bernauer Straße, direkt an der Grenze zu Ostberlin. Ein idealer Ort für sein Vorhaben.

Fuchs will vom Keller der Bäckerei einen Tunnel nach Ostberlin graben, damit Freunde und Verwandte unbemerkt in den Westteil der Stadt fliehen können. Unter Anleitung eines Bergmanns buddelten sich Fuchs und etwa 30 Westberliner Studenten elf Meter in die Tiefe.

Dann hackten sie mit Schaufeln und Spaten einen 145 Meter langen, nur 90 Zentimeter hohen Gang unter der Mauer nach Osten.

Die Aktion dauerte Monate und manchmal sah es so aus als ob sie aufgeben müßten. Aber sie kamen an: In der Nacht zum 3. Oktober 1964 erreichten sie einen Hinterhof in der Strelitzer Straße in Ostberlin.

Noch in derselben Nacht krabbelten 28 Ostberliner durch den Tunnel nach Westberlin. Bis zum 5. Oktober 1964 gelang insgesamt 57 Männern, Frauen und Kindern die Tunnelflucht. Dann wurde der Tunnel entdeckt und der Weg in die Freiheit war wieder versperrt.

Nie mehr in der Geschichte der Berliner Mauer, wurde ein so großer Tunnel gegraben wie der zwischen der Bernauer und der Strelitzer Straße.

Zeitzeugenzitat: „In so einem Tunnel, wenn man da drin ist, hört man unheimlich viel, zum Beispiel wenn einer direkt über einem im Keller Holz hackt“ – Quelle: https://www.shz.de/13117471 ©2018

Robbend schaffen es die Flüchtlinge in den Westen

Wie ein Maulwurf in die Freiheit

An einen Gesichtsausdruck kann sich Ralph Kabisch noch ganz genau erinnern: „Dieses Glänzen in den Augen der Menschen, wenn sie im Westen angekommen waren, das vergesse ich bis heute nicht“, sagt der Fluchthelfer, der 1964 mit 20 Freunden einen Tunnel nach Ostberlin grub. 57 Menschen gelangten so in die Freiheit. Ralph Kabisch erzählt die Geschichte des Tunnels 57.

Die 57 Menschen bekamen erst am Tag der Flucht eine Nachricht, von wo aus sie in den Westen fliehen würden. Tag und Ort waren geheim. Um Zugang zum Tunnel zu erhalten, musste das Codewort „Tokio“ genannt werden. „Wir hofften, dass das Wort einfach zu merken war, da die Olympischen Spiele 1964 in Tokio stattfanden“

Alle 15 Minuten schleusten Kabisch und Freunde einen Menschen oder eine kleine Familie unter dem Todesstreifen hindurch. 145 Meter mussten die Flüchtlinge krabbeln, bis sie Westberliner Boden erreichten.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Informationen etwas weiter helfen.

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