Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Key Takeaways
- Digitale Kompetenzen
- Lehrkräfte und digitale Bildung
- Homeschooling und Distanzunterricht
- Eltern, Haushalte und Zugang zu Technologie
- Auswirkungen des digitalen Lernens
- Investitionen und staatliche Programme
- Zukunftstrends

Key Takeaways
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94 % der Haushalte mit Kindern in Deutschland verfügen über Internetzugang.
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73 % der Schüler:innen nutzen digitale Geräte regelmäßig für schulische Zwecke.
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Nur 47 % der Schulen haben WLAN in allen Klassenräumen.
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61 % der Lehrkräfte fühlen sich nicht ausreichend digital fortgebildet.
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89 % der Jugendlichen nutzen das Internet täglich für Lernen oder Recherche.
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58 % der Eltern berichten, dass ihre Kinder seit 2020 häufiger digital lernen.
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Über 6,5 Mrd. € wurden in Deutschland für den DigitalPakt Schule bereitgestellt.
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41 % der Schüler:innen nutzen Lernplattformen mindestens wöchentlich.
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52 % der Lehrkräfte setzen regelmäßig digitale Präsentationsmedien ein.
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Nur 36 % der Schulen verfügen über ein einheitliches Lernmanagementsystem.
Einführung
Digitales Lernen ist heute ein fester Bestandteil des Bildungssystems in Deutschland und der gesamten DACH-Region. Was früher als Ergänzung galt, ist inzwischen ein zentrales Element schulischer und akademischer Bildung. Spätestens seit der Pandemie hat sich gezeigt, dass digitale Infrastruktur, Kompetenzen und Lernformate entscheidend für den Zugang zu Bildung sind.
Dieser Artikel bündelt über 40 aktuelle Zahlen zum Stand des digitalen Lernens in Deutschland. Alle Daten stammen aus öffentlichen Studien, staatlichen Stellen und anerkannten Forschungsinstituten. Der Fokus liegt ausschließlich auf Fakten – ohne Bewertung oder Meinungsbildung.
Digitale Ausstattung an Schulen in Deutschland
Die technische Infrastruktur bildet die Grundlage für jedes digitale Lernkonzept. In Deutschland zeigt sich ein heterogenes Bild: Während einige Schulen vollständig vernetzt sind, kämpfen andere weiterhin mit grundlegenden technischen Hürden. Der Ausbau schreitet voran, bleibt aber regional sehr unterschiedlich.
Aktuelle Erhebungen zeigen, wie groß die Spannweite zwischen gut ausgestatteten und unterversorgten Bildungseinrichtungen ist.
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47 % der allgemeinbildenden Schulen verfügen über WLAN in allen Unterrichtsräumen.
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64 % der Schulen geben an, dass ihre Internetverbindung für Videounterricht ausreicht.
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38 % der Schulen stellen ein digitales Endgerät pro Schüler:in bereit.
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71 % besitzen interaktive Whiteboards oder digitale Tafeln.
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29 % der Grundschulen verfügen über vollständige Tablet-Klassensätze.
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56 % der weiterführenden Schulen bieten Leihgeräte an.
Quellen: Kultusministerkonferenz (KMK), Destatis, Bitkom, BMBF, OECD
"Digitale Kompetenzen werden nicht nur in der Schule aufgebaut. Viele Familien setzen ergänzend auf digitale Lernangebote, um gezielt Fähigkeiten zu stärken – etwa über Online-Nachhilfeformate wie bei GoStudent."
Nutzung digitaler Lernmittel im Unterricht
Digitale Werkzeuge sind heute in vielen Klassenräumen präsent – allerdings in sehr unterschiedlichem Umfang. Während einige Schulen auf strukturierte Plattformen und digitale Arbeitsformen setzen, bleiben andere beim punktuellen Einsatz einzelner Tools.
Die folgenden Zahlen zeigen, wie häufig digitale Medien im deutschen Schulalltag tatsächlich genutzt werden.
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73 % der Schüler:innen nutzen digitale Medien regelmäßig im Unterricht.
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52 % der Lehrkräfte setzen Präsentationstools mindestens wöchentlich ein.
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41 % der Schüler:innen arbeiten wöchentlich mit Lernplattformen.
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37 % der Klassen nutzen digitale Arbeitsblätter.
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28 % der Lehrkräfte verwenden adaptive Lernsoftware.
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45 % der Schüler:innen erledigen Hausaufgaben digital.
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33 % der Schulen integrieren Videounterricht ergänzend.
Quellen: KMK, Bitkom, JIM-Studie (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest), OECD, Vodafone Stiftung

Digitale Kompetenzen von Schüler:innen
Digitale Infrastruktur allein reicht nicht aus – entscheidend ist, wie sicher und kompetent Schüler:innen mit digitalen Werkzeugen umgehen können. In Deutschland zeigen Studien, dass junge Menschen zwar routiniert mit digitalen Medien umgehen, aber nicht in allen Bereichen über fundierte Kompetenzen verfügen, insbesondere wenn es um Datenschutz, Quellenbewertung oder produktives Arbeiten geht.
Für Schüler:innen und Eltern, die konkrete Unterstützung suchen, bieten Plattformen wie GoStudent eine einfache Möglichkeit, passende Online-Nachhilfe zu finden.
Die folgenden Zahlen geben Einblick in den aktuellen Stand der digitalen Kompetenzen von Schüler:innen in Deutschland.
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89 % der Jugendlichen nutzen das Internet täglich.
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66 % der Schüler:innen fühlen sich sicher im Umgang mit digitalen Tools.
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42 % können grundlegende Datenschutzprinzipien erklären.
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31 % verfügen über einfache Programmierkenntnisse.
Quellen: ICILS-Studie, OECD (PISA), JIM-Studie, EU Kids Online, Destatis
Lehrkräfte und digitale Bildung
Lehrkräfte spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung digitalen Lernens. Ihre technischen Fähigkeiten, didaktischen Konzepte und zeitlichen Ressourcen bestimmen maßgeblich, wie effektiv digitale Werkzeuge eingesetzt werden können. In Deutschland zeigen Umfragen, dass viele Lehrkräfte offen für digitale Formate sind, sich jedoch unzureichend vorbereitet fühlen.
Fortbildungen, technische Unterstützung und klare Strukturen gelten als zentrale Faktoren für den nachhaltigen Einsatz digitaler Lernformen.
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61 % der Lehrkräfte fühlen sich nicht ausreichend digital fortgebildet.
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49 % haben seit 2020 an mindestens einer digitalen Schulung teilgenommen.
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72 % sehen digitalen Unterricht als festen Bestandteil der Zukunft.
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38 % fühlen sich sicher im Umgang mit Lernplattformen.
Quellen: Bitkom Research, KMK, Vodafone Stiftung, OECD, BMBF
Homeschooling und Distanzunterricht seit der Pandemie
Die COVID-19-Pandemie führte 2020 zu einer abrupten Umstellung auf Distanzunterricht. Millionen Schüler:innen und Lehrkräfte mussten innerhalb kürzester Zeit digitale Lernformen adaptieren. Auch nach der Rückkehr in den Präsenzunterricht sind viele dieser Strukturen erhalten geblieben.
Die folgenden Statistiken verdeutlichen das Ausmaß und die langfristigen Effekte dieser Phase.
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95 % der Schüler:innen in Deutschland nahmen 2020 am Distanzunterricht teil.
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68 % der Haushalte mussten zusätzliche digitale Geräte anschaffen.
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54 % der Eltern unterstützten ihre Kinder täglich beim Homeschooling.
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72 % der Schulen führten erstmals Videounterricht ein.
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46 % der Lehrkräfte nutzten 2020 erstmals Lernplattformen.
Quellen: Destatis, ifo Institut, KMK, OECD, Bertelsmann Stiftung

Eltern, Haushalte und Zugang zu Technologie
Digitales Lernen endet nicht am Schultor. Ein großer Teil der Lernprozesse findet heute zu Hause statt – sei es durch Hausaufgaben, Recherche oder hybride Unterrichtsmodelle. Der Zugang zu Technik, Internet und geeigneten Lernräumen beeinflusst daher maßgeblich die Lernbedingungen von Kindern und Jugendlichen.
In Deutschland bestehen weiterhin Unterschiede zwischen Haushalten, insbesondere in Bezug auf Einkommen, Wohnsituation und digitale Erfahrung der Eltern.
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94 % der Haushalte mit Kindern verfügen über einen Internetanschluss.
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87 % besitzen mindestens einen Laptop oder PC.
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76 % der Schüler:innen haben ein eigenes digitales Endgerät.
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23 % teilen sich Geräte mit anderen Familienmitgliedern.
Quellen: Destatis, Statista, Bitkom, OECD, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Auswirkungen des digitalen Lernens auf Lernergebnisse
Der Einfluss digitaler Lernmethoden auf schulische Leistungen wird in zahlreichen Studien untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Werkzeuge Lernprozesse unterstützen können, ihre Wirkung jedoch stark von der didaktischen Einbindung und den individuellen Voraussetzungen abhängt.
In Deutschland werden vor allem Effekte auf Motivation, Selbstorganisation und Lerngewohnheiten erfasst.
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54 % der Schüler:innen fühlen sich durch digitale Medien motivierter.
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39 % berichten über eine bessere Organisation ihres Lernens.
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31 % geben an, Inhalte schneller zu verstehen.
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28 % erzielen bessere Testergebnisse mit digitalen Übungen.
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44 % arbeiten selbstständiger als zuvor.
Quellen: OECD, Bertelsmann Stiftung, Vodafone Stiftung, ICILS, Leibniz-Institut für Bildungsforschung
Investitionen und staatliche Programme in der DACH-Region
Um die digitale Transformation des Bildungssystems zu beschleunigen, wurden in Deutschland umfangreiche Förderprogramme aufgelegt. Im Zentrum steht der DigitalPakt Schule, ergänzt durch Länderprogramme und EU-Fonds. Ziel ist der Ausbau von Infrastruktur, die Bereitstellung von Endgeräten sowie die Qualifizierung von Lehrkräften.
Diese Programme prägen maßgeblich den aktuellen Stand des digitalen Lernens.
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6,5 Mrd. € wurden in Deutschland für den DigitalPakt Schule bereitgestellt.
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92 % der Mittel wurden bis 2024 beantragt.
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84 % der Schulen erhielten Fördergelder.
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1,9 Mio. digitale Endgeräte wurden finanziert.
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410.000 Lehrergeräte wurden angeschafft.
Quellen: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), KMK, EU-Kommission, Destatis, OECD
Zukunftstrends des digitalen Lernens in Deutschland
Digitale Bildung entwickelt sich kontinuierlich weiter. In Deutschland stehen Themen wie künstliche Intelligenz, personalisiertes Lernen, hybride Unterrichtsmodelle und datenbasierte Lernanalyse zunehmend im Fokus von Bildungspolitik und Forschung.
Umfragen zeigen, welche Technologien in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen werden.
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72 % der Lehrkräfte erwarten mehr hybride Unterrichtsformen.
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49 % der Schulen planen den Einsatz von KI-Tools.
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37 % wollen adaptive Lernsoftware einführen.
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61 % der Schüler:innen wünschen sich mehr digitale Inhalte.
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44 % erwarten mehr Online-Prüfungen.
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32 % der Schulen testen virtuelle Klassenzimmer.
Quellen: Bitkom, OECD, Vodafone Stiftung, BMBF, McKinsey Education Reports
Diese Statistiken zeigen, wie tief digitales Lernen inzwischen im deutschen Bildungssystem verankert ist – von der technischen Ausstattung über Kompetenzen bis hin zu staatlichen Investitionen. Sie bieten eine faktenbasierte Momentaufnahme des aktuellen Stands in Deutschland und der DACH-Region und machen deutlich, in welchen Bereichen digitale Bildung bereits Realität ist und wo weiterhin strukturelle Unterschiede bestehen.
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